Aquädukt von Padre Tembleque
UNESCO-Status: Weltkulturerbe
Welterbe seit: 2015
Lage in Mexiko: Zwischen den Bundesstaaten México und Hidalgo, nahe Otumba und Zempoala
Gesamtlänge des Systems: Rund 48 Kilometer, mit Brücken, Kanälen, Tunneln und Luftleitungen
Bauzeit: 1554 bis 1571 unter der Leitung des Franziskanermönchs Padre Tembleque, unter Mitwirkung indigener Bauhandwerker
Besondere Merkmale:
• Beeindruckende Bogenbrücken, darunter die 38 Meter hohe „Arquería de Tepeyahualco“
• Einzigartige Verschmelzung europäischer Technik mit indigenem Know-how
• Diente der Wasserversorgung entlegener Missionssiedlungen
• Symbol für kulturellen Austausch in der frühen Kolonialzeit
• Heute ein außergewöhnliches Zeugnis historischer Ingenieurskunst in ländlicher Umgebung
Unesco Weltkulturerbe Mexiko – Aqueduct of Padre Tembleque Hydraulic System
Der Aquädukt des Padre Tembleque – Mexikos beeindruckendes Wasserleitungssystem
Der Aquädukt des Padre Tembleque, im Spanischen Acueducto del Padre Tembleque, wurde im 16. Jahrhundert nach Plänen des Franziskaners Pater Francisco de Tembleque im Vizekönigreich Neuspanien in den heutigen mexikanischen Bundesstaaten Hidalgo und Estado de México in Form von antik anmutenden Bogenbauten, ebenerdigen Konstruktionen, Kanälen und Tunneln auf einer Fläche von insgesamt sechseinhalb Hektar errichtet.
Ein ganz einzigartiges Wasserleitungs- und Verteilungssystem
Der Aquädukt des Padre Tembleque gilt als bedeutendes Wasserleitungs- und Verteilungssystem und als architektonische Meisterleistung der Wasserkunst. Das Bauwerk ist ein einzigartiges Zeugnis neuzeitlicher Baukunst und Ingenieurleistung im Süden Nordamerikas, das eng mit der Kolonial- und Missionsgeschichte Mexikos verknüpft ist.
Bis heute erhalten und sehr sehenswert sind die Abschnitte der Aquäduktbrücken, allen voran der Tepeyahualco-Aquädukt, welcher mit einer Länge von über 900 Metern, mit einer Höhe von fast 40 Metern und mit seinen 67 Bögen ohne stabilisierende Zwischenbögen zu den höchsten Aquädukten der Welt zählt.
Die Geschichte des Aquädukts des Padre Tembleque
Der Franziskaner Pater Francisco de Tembleque, der von 1510 bis 1590 lebte und aus der zentralspanischen Gemeinde Tembleque stammte, kam als Missionar in die wasserarme Kleinstadt Otumba. Er bat um Erlaubnis, eine Wasserleitung zu bauen, um Wasser vom Vulkanberg Tecajete nach Otumba zu leiten. Der Bau erfolgte mit großem Engagement der indigenen Bevölkerung unter Einsatz ihrer mesoamerikanischen Baukenntnisse.
Das Wasser wurde über ein über 45 Kilometer langes System gesammelt, durch einen sechs Kilometer langen Kanal zur Kleinstadt Zempoala transportiert und von dort weiter nach Otumba geleitet. Auch umliegende Dörfer wurden über Nebenkanäle versorgt.
Ein äußerst sehenswertes UNESCO Welterbe in Mexiko
Erhalten sind heute noch mehrere beeindruckende Abschnitte des Aquädukts, eingebettet in eine hügelige, von Agaven geprägte Landschaft. Besonders erwähnenswert ist die Tepeyahualco-Brücke mit einem Zwischenbogen mit kapellenartigem Aufbau. In Otumba selbst sowie nahe der Haciendas Tecajete und Nuestra Señora de Guadalupe befinden sich weitere sehenswerte Brücken. Ein kleiner, aber gut erhaltener Abschnitt – der Arco de Acelotla – liegt versteckt in einem Bachbett.
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